Edward Said

Edward Said Al-Istishraq al-ma'rifah

Al-Istishraq al-ma'rifah

(Orientalism)


Sprache: Arabisch
1. Auflage
Paperback, 372 Seiten
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Als Orien­ta­lismus bezeichnet Edward Said den euro­zen­tri­schen Blick auf die Gesell­schaften des Vorderen Orients bzw. die arabi­sche Welt. Mit Hilfe der Ansätze von Michel Foucault analy­siert Said Werke west­li­cher Wissen­schaftler und Schrift­s­teller und arbeitet dabei heraus, dass es hierbei nicht um eine objek­tive Betrach­tung der Situa­tion gehe. Viel­mehr drücke sich in den Arbeiten ein kolo­nia­lis­ti­scher Ansatz aus, der dem Macht­ver­hältnis zwischen Kolo­nia­listen und Kolo­nia­li­sierten entspräche. West­li­ches Denken sei geprägt davon, Defini­tionen über Gegen­sätze herzu­s­tellen. Während der Westen als die Zivi­li­sa­tion an sich ange­sehen werde, erscheine der Orient myste­riös und bedroh­lich. Durch Herr­schafts­wissen sähen sich west­liche Autoren in der Lage, die Situa­tion und die Menschen des Orients zu defi­nieren und nähmen ihnen damit ihr Selbst­be­stim­mungs­recht. Aus dieser Defini­ti­ons­macht resul­tierten exotis­ti­sche, kultu­ra­lis­ti­sche und auch offen rassis­ti­sche Bilder, welche der Legiti­mie­rung der Kolo­nia­li­sie­rung des Orients dienten. Diese Arbeit ist eine wich­tige Grund­lage für die post­ko­lo­niale Wissen­schaft, die mit Saids Ansatz bishe­rige wissen­schaft­liche Erkennt­nisse über­prüft und an verschie­denen Beispielen aufzeigen kann, wie sehr das Verhältnis zwischen Europa und anderen Regionen, wie der Balkan, Indien oder China von kolo­nia­lis­ti­schen Annahmen geprägt wird. Kritiken und Erwei­te­rungen der Said'schen Analysen aus femi­nis­ti­scher Sicht finden sich insbe­son­dere bei Reina Lewis, Anne McCl­in­tock und Meyda Yege­noglu.